Videoschnittplatz mit Zeitleiste auf dem Monitor

Container, Codec, Kompatibilität: Videoformate verständlich erklärt

Ein Video ist nicht einfach ein Video. Wer Aufnahmen archiviert, weitergibt oder online stellt, stößt schnell auf Kürzel wie MP4, MOV oder H.265 und die Frage, was davon eigentlich wofür gedacht ist.

Videoschnittplatz mit Zeitleiste auf dem Monitor
Die Dateiendung sagt wenig darüber aus, ob ein Gerät die Datei abspielen kann.

Container und Codec sind nicht dasselbe

Das ist die Unterscheidung, an der die meiste Verwirrung hängt. Ein Container wie MP4, MOV oder MKV ist die Verpackung: Er hält Bild, Ton und Zusatzinformationen zusammen. Der Codec ist das Verfahren, mit dem das Bild darin komprimiert wurde, etwa H.264 oder H.265.

Deshalb sagt die Dateiendung wenig darüber aus, ob ein Gerät die Datei abspielen kann. Zwei MP4-Dateien können völlig unterschiedliche Codecs enthalten, und genau daran scheitert die Wiedergabe dann.

Was sich wofür eignet

  • H.264 in MP4 ist der Kompromiss mit der größten Kompatibilität. Wenn eine Datei überall laufen soll, ist das die sichere Wahl.
  • H.265 erreicht bei gleicher Qualität deutlich kleinere Dateien, verlangt aber mehr Rechenleistung und wird von älteren Geräten teils nicht unterstützt.
  • MOV stammt aus der Apple-Welt und ist im Schnittbereich verbreitet, für die Weitergabe an Dritte oft unpraktisch.
  • MKV ist flexibel und beliebt für Archive, wird von manchen Onlinediensten aber nicht angenommen.

Der Fehler, der Qualität kostet

Mehrfaches Umwandeln. Jede erneute Komprimierung verliert Bildinformation, und zwar unwiederbringlich. Wer eine Datei dreimal in verschiedene Formate konvertiert, sieht das spätestens an unruhigen Flächen und Kanten.

Sinnvoll ist deshalb, das Original zu behalten und Ableitungen daraus zu erzeugen, statt Ableitungen weiterzuverarbeiten.

Fürs Archiv

Wer Aufnahmen länger aufbewahren will, fährt mit einem verbreiteten, gut dokumentierten Format besser als mit einem effizienten Exoten. Speicherplatz wird günstiger, ein Format, das in zehn Jahren niemand mehr öffnet, wird es nicht.

Und unabhängig vom Format gilt die banalste Regel: Eine Kopie ist keine Sicherung. Zwei an verschiedenen Orten sind eine.

Die meistgeschauten Videos 2018

Liebe Videofreunde, das Jahr 2018 läuft und es wird Zeit, einmal darauf zu schauen, was denn die Menschen in den letzten Monaten besonders gerne angesehen haben. Gezählt wurde bis 1. Juni, die Zahlen sind also topaktuell. Was Musikvideos betrifft gibt es keine Überraschungen, natürlich liegt da Luis Fonsi mit seinem Sommerhit „Despacito“ auf dem ersten Platz

gefolgt von dem rothaarigen Schwiegermutterliebling und Mädchenschwarm Ed Sheeran und seinem Knaller „Shape of you“.

 Bei den Non-Music-Videos führt in Deutschland der YouTuber Julien Bam, der gleich die beiden ersten Plätzen in den Charts belegt – auf Platz eins liegt er mit diesem Video:

 Unter die TOP 5 der Non-Music-Videos hat es aber auch Jan Böhmermann geschafft, der die Politik des amerikanischen Präsidenten Donald Trump, der ja bekanntermaßen Amerika an die erste Stelle (America first) in allen Belangen setzen will, mit einem Video auf die Schippe nimmt, in dem er fordert, dass Deutschland dann aber an die zweite Stelle gehört:

 Die Idee Böhmermanns wurde weltweit aufgegriffen, sodass sich viele Nationen der Welt aufmachten, ein Plädoyer zu drehen, indem sie für ihr Land den zweiten Platz im Weltgeschehen fordern. Wer einfach nur etwas zum Ablachen sucht, der ist mit dieser überaus beliebten Kollektion an Videos bestens bedient:

Was kann einem den Tag schließlich mehr retten als zuzuschauen, was anderen Leuten für Missgeschicke passieren?

Es gilt also auch dieses Jahr wieder: Im Internet wird für jeden Geschmack etwas geboten, die besten Videos finden Sie wie immer gesammelt bei uns!